Die Urbane Liga ist das Bündnis der Stadtmacher von morgen!
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Das Bündnis der Stadtmacher von morgen
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Projektschmiede, Denklabor und Lernplattform für unkonventionelle Beteiligungsformate
Die Urbane Liga ist das Bündnis der Stadtmacher von morgen!
Das Bündnis der Stadtmacher von morgen
Projektschmiede, Denklabor und Lernplattform für unkonventionelle Beteiligungsformate
Die Urbane Liga ist Projektschmiede, Denklabor und Lernplattform für unkonventionelle Beteiligungsformate.
Wir fordern:
Viele Lösungen existieren bereits — in Kommunen, Initiativen und Projekten vor Ort. Was oft fehlt, sind Sichtbarkeit und langfristige Förderung.
Welche Ansätze oder Beispiele für sozial gerechte Klimaanpassung kennt ihr? Wir freuen uns über eure Perspektiven, über Geschichten des Gelingens oder auch des Scheiterns. Schreibt uns an: klima@urbane-liga.de
Seit dem zweiten Denklabor ist viel passiert. Die Ko-Forschungsgruppen haben ihre Vorhaben geschärft, Netzwerke aufgebaut und erste Erfahrungen gesammelt: Im April tourte die Urbane Liga in Iserlohn und diskutierte dort, wie trotz eines riesigen Betonlochs inmitten des Stadtkerns Begegnungsorte für junge Menschen entstehen können. Eine Filmproduktion über die Orte der Begegnung startete. Die Gruppe „Umnutzungskultur“ untersucht im Anschluss an das Denklabor in einer geschlossenen Gaststätte in Schmiedefeld (Thüringen), wie Leerstand zum Ausgangspunkt für die Aktivierung von Bürgerinnen und Bürgern werden kann. Die dritte Ko-Forschungsgruppe widmet sich anhand des Märkischen Viertels in Eberswalde der Frage, wie Commons in Großraumsiedlungen sozialen Zusammenhalt stärken.
Trotz der unterschiedlichen Themen stoßen die Projekte immer wieder auf ähnliche Herausforderungen:
Herausforderungen gemeinsam verhandeln
Ein besonderer Schwerpunkt des dritten Denklabors lag auf der kollegialen Beratung. Statt externe Antworten zu suchen, setzte die Gruppe auf die eigene Erfahrung und das Wissen des Jahrgangs. Dabei zeigte sich einmal mehr, was die Urbane Liga ausmacht: Unterschiedliche Hintergründe, Regionen und Arbeitsweisen verstehen die Ligistinnen und Ligisten nicht als Gegensatz, sondern als Ressource. Aus individuellen Erfahrungen entsteht gemeinsames Lernen.
Von vielen Stimmen zu einer gemeinsamen Position
Der zweite Tag des Denklabors stand ganz im Zeichen der Frage, was die Projekte des Jahrgangs miteinander verbindet. In mehreren Redaktionssprints arbeiteten die Teilnehmenden an den Grundlagen eines gemeinsamen Positionspapiers.
Zwischen Pinnwänden, ausgedruckten Textbausteinen und intensiven Diskussionen wurde gesammelt, sortiert, verworfen und neu zusammengesetzt. Aus Beobachtungen wurden Thesen, aus Erfahrungen Argumente und aus einzelnen Perspektiven ein gemeinsamer Rahmen. Der Prozess war dabei ebenso wichtig wie das Ergebnis: Gemeinsam auszuhandeln, was gesagt werden soll – und warum.
RAUM_FÜR_SORGE (Schwerpunkt: Orte der Begegnung)
Die Gruppe beschäftigt sich mit Begegnungsorten als Bestandteil öffentlicher Daseinsvorsorge. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen junger Stadtmachender bei der Initiierung, Gestaltung und Verstetigung solcher Orte. Ausgehend von ihren Praxiserfahrungen entwickeln die Teilnehmenden Handlungsempfehlungen und dokumentieren (auch filmisch) erfolgreiche Beispiele gemeinwohlorientierter Begegnungsräume.
URBANE IDENTITÄTSBINDUNG LEBEN (Schwerpunkt: Jugend-Stadt-Begegnungsort)
Die Gruppe untersucht, wie Jugendbeteiligung in der Stadtentwicklung wirksam gestärkt werden kann. Am Beispiel des Stadtplatzes in Iserlohn wertet sie Erkenntnisse aus dem World-Café-Format aus und führt sie in Form eines Essays zusammen. Diskutiert werden unter anderem Fragen der Prozessbeteiligung, des Bürokratieabbaus, die Rolle von „Verwaltungsdolmetschenden“ sowie alternativer Finanzierungsmodelle in der Stadtentwicklung.
RECHT AUF COMMONING (Schwerpunkt: Selbstverwaltung)
Die Gruppe erforscht die Voraussetzungen für eine gemeinwohlorientierte Nutzung von Flächen und Räumen. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie Selbstverwaltung und Selbstwirksamkeit durch geeignete Rahmenbedingungen gestärkt werden können. Zur Vertiefung führt die Gruppe Interviews durch und entwickelt ein Planspiel, das unterschiedliche Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten erfahrbar macht.
INS MACHEN KOMMEN (Schwerpunkt: Umnutzungskultur)
Die Gruppe widmet sich den Rahmenbedingungen, die die Umsetzung gemeinwohlorientierter Projekte erleichtern. Aufbauend auf Erfahrungen aus der eigenen Projektpraxis sowie den Erkenntnissen aus zwei Reallaboren identifiziert sie förderliche Strukturen, Prozesse und Methoden. Ziel ist die Entwicklung eines praxisorientierten Werkzeugkoffers, der Akteurinnen und Akteure bei der Initiierung und Umsetzung von Umnutzungsprojekten unterstützt.
Jugendforum: Perspektiven ins Ministerium tragen
Den Abschluss des Wochenendes bildete das Jugendforum im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Dort präsentierten die Ligistinnen und Ligisten ihre aktuellen Arbeitsstände und diskutierten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung über Beteiligung, Stadtentwicklung und die Zukunft unserer Städte.
Ein besonderer Moment war die Begegnung mit Bundesbauministerin Verena Hubertz. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie junge Perspektiven nicht nur gehört, sondern dauerhaft in politische und planerische Prozesse eingebunden werden können. Das Jugendforum bot dafür erneut einen Raum des direkten Austauschs – offen, kritisch und auf Augenhöhe. Bundesministerin Verena Hubertz lobte den gemeinschaftlichen Nutzen der Projekte der Urbanen Liga für Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner sowie den wertvollen Beitrag von Begegnungsorten und Kultur für die Demokratie.
Mehr als ein Denklabor
Mit dem dritten Denklabor beginnt die letzte große Arbeitsphase des Jahrgangs: In den kommenden Monaten wird die Urbane Liga die Ko-Forschungsprojekte weiterführen, Ergebnisse auswerten und die gemeinsame Publikation vervollständigen.
Nach dem Smart-City-Hype ist vor dem Smart-City-Hype. Als Bündis junger Stadtmacher:innen hat die Urbane Liga im Beirat zum Stufenplan „Smarte Städte und Regionen“ erlebt, wie Digitalpolitik auf Bundesebene an den Belangen der Zivilgesellschaft vorbeigeht. Das große Förderprogramm „Modellprojekte Smart City” mit einem Volumen von über 800 Millionen Euro für Kommunen läuft dieses Jahr aus, eine Neuauflage ist nicht in Sicht. Doch die Frage, wer digitale Infrastrukturen entwickelt, wem die dabei entstehenden Daten gehören und welche urbanen Realitäten dadurch sichtbar oder unsichtbar werden, bleibt politisch unbearbeitet.
Um diese Debatte im Sinne einer solidarischen und emanzipatorischen Stadtgesellschaft fortzuführen, sind gute Beispiele dafür nötig, wie digitale Technologien lokalen Initiativen helfen können, konkrete Bedarfe und Forderungen durchzusetzen. In unserem Forschungsprojekt “Recht auf Stadt 4.0” dokumentieren wir vier Initiativen, wie sie in den Bereichen urbane Klimaanpassung, Gewässerqualität, Mobilitätsdaten und Wissensinfrastruktur digitale Werkzeuge entwickeln. Die Projekte zeigen dabei konkrete Widersprüche auf: zwischen Open-Data-Gesetzen und faktisch verschlossenen Datensätzen, zwischen ehrenamtlicher Infrastrukturarbeit und fehlender institutioneller Absicherung, zwischen genossenschaftlichen Eigentumsmodellen und einem Beschaffungswesen, das auf privatwirtschaftliche Anbieter ausgerichtet ist. Aus den Erfahrungen dieser Initiativen leiten wir digitalpolitische Forderungen ab.
Diese Forderungen adressieren eine Frage, die weiterhin zu beantworten bleibt: Welche konkreten politischen und infrastrukturellen Bedingungen braucht eine digitale Stadtentwicklung, die nicht auf Skalierung und Verwertung, sondern auf kollektive Verfügung und situierte Praxis zielt?
Gedruckte Exemplare senden wir auf Anfrage an netzwerk@urbane-liga.de gerne zu.
Wer macht heute eigentlich Stadt – und wie? Das ist eine der Kernfragen, welche die Urbane Liga und Alumni gleichermaßen beschäftigt. Beim Klassentreffen der Urbanen Liga kamen junge Stadtmacher:innen aus ganz Deutschland in der Floating Berlin zusammen.
Das Klassentreffen startete mit einem „Trip down Memory Lane“, einem gemeinsamen Rückblick. Anschließend öffnete das Gelände für alle Besucher:innen.
Den Abend gestalteten zwei Filmvorführungen mit anschließenden Filmgesprächen:
Speculating on the Void (2024)
von Jakob Margit Wirth (Urbane Liga e. V.),
in Zusammenarbeit mit Arnaud Lemonnier und Vincent Jondeau
Habitants (2024)
Regie: Charline Lefrançois und Florian Geisseler.
Am Samstag fanden zwei parallele Workshops statt:
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein neues Ula Cuisine-Format: der „Discoursive Lunch“ – ein Tischgespräch unter dem Motto „Klassens(ch)nack“. Konzipiert von Artur Meier und Paweł Cwalina, wurden drei Gänge serviert, die jeweils von einer moderierten Diskussion eingeleitet wurden. Die Projektgruppen „Klimaanpassung“ und „Smart City“ der ULA steuerten Fragen zu ihren Themenschwerpunkten bei. Die Moderation übernahm David Morsi. Der Programmpunkt schloss mit einer Diskussion zur künftigen Ausrichtung der Vereinsarbeit.
Die Ausstellung war an beiden Tagen für die Öffentlichkeit zugänglich. In informellen Gesprächen bestand so die Gelegenheit, mit Protagonist:innen der Urbanen Liga ins Gespräch zu kommen.
Projektteam: Leon Gross, David Morsi und Artur Meier
Das Denklabor wurde vom aktuellen Jahrgang der Urbanen Liga organisiert und durchgeführt: Yoga auf der ZK/U-Terrasse, eine Zusammenfassung der Teilnehmenden vom NSP-Kongress und der Wunsch, Expertise und Netzwerke solidarisch zu teilen. Zum Auftakt definierte die Gruppe eigene Umgangsregeln – respektvolle Kommunikation, klare Rollen, Transparenz und Raum für Reflexion. Darüber hinaus entstand auch eine Urbane Liga-Plattform, die Wissen, Kontakte, Netzwerke und Ressourcen sichtbar und für alle nutzbar macht. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Gruppenarbeit an den Jahrgangsschwerpunkten.
Vier gemeinsame Schwerpunkte für die kommende Projektphase
Jugendforum im BMWSB: Dialog auf Augenhöhe
Das Jugendforum fand am 17. November 2025 statt, erstmalig komplett eigenständig konzipiert und moderiert. Und dann ging es los: Austausch auf Augenhöhe im World-Café. In rotierenden Gesprächen diskutierten die Ligistinnen mit Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums – darunter Dr. Jörg Wagner und Dr. Bernhard Schneider – über ihre Themen.
Die Gruppe „(Um-)Nutzungskultur“ entwickelte gemeinsam mit der Verwaltung die Idee, in das Umsetzungslabor des „Bauturbos“ eingebunden zu werden. „Orte der Begegnung“ erhielt Kontakte zu Fachreferaten und eine Einladung zur Mitarbeit an einem neuen Forschungsprogramm. „Aktivismus & Raumaneignung“ thematisierte, wie zivilgesellschaftliche Stimmen systematisch in Entscheidungsstrukturen eingebunden werden können. Erste Ideen zur Beteiligung in Beiräten, Integration in Forschungsprojekte, klarere Ansprechpersonen in Verwaltungen wurden hier gemeinsam gesponnen. „Postwachstum & Selbstverwaltung“ diskutierte rechtliche Rahmen und mögliche Kooperationen mit Wohnungswirtschaft und Quartiersmanagement.
Was bleibt – und wie geht’s weiter?
Alle waren sich nach diesem geglückten methodischen Experiment einig: Nur wenn junge Perspektiven strukturell eingebunden werden, entsteht eine Stadt, die Zukunft kann. Bis Ende des Jahres entwickelt die Urbane Liga ihre Themenschwerpunkte nun zu Projekten, um dann Anfang 2026 in die Umsetzung zu gehen.
Unter dem Motto „Sozial – Produktiv – Grün: Quartiere gut gemacht“ lud der NSP nach Rostock. Bereits am Vorabend traf sich der aktuelle Jahrgang. Zu Gast waren wir bei der Hafendommel, einem temporären, gemeinwohlorientierten Stadtmachen-Projekt. Bei Sturm auf dem Eisbrecher Stephan Jantzen erzählte uns Sascha Hofmann, einer der Gründer der Hafendommel, seine Vision des Rostocker Hafens als Begegnungsort und welche städtebaulichen und lokalen Besonderheiten die Entwicklung des Hafens bisher prägten. Bei einer Currywurst und Pommes schnackten wir darüber, wie es den Ligistinnen und Ligisten seit dem ersten Denklabor ergangen ist.
Am nächsten Tag war es dann soweit: Der Dilemma Express startete und lud zu einer interaktiven Projektreise ein. Im Zentrum stand die Frage, wie Beteiligung in der Stadtentwicklungheute funktioniert – und wo ihre Grenzen liegen. Von der Quartiersebene bis zur Bundesebene wurde gemeinsam mit Gästen und Publikum diskutiert, welche strukturellen Probleme gängige Beteiligungspraxis prägen, warum bestimmte Gruppen ausgeschlossen bleiben und welche neuen Wege junge Stadtmacherinnen und Stadtmacher eröffnen können.
An drei Thementischen buchstabierte die Urbane Liga das „Dilemma der Beteiligung“ aus: „Machen statt planen“ am Beispiel zentraler Materialdepots, „Beteiligung oder Koproduktion“ am Beispiel kommunaler Klimaanpassung und „Kreide oder Masterplan“ am Beispiel von Lucius Burckhardts „kleinstmöglichen Eingriffs“.
Lest in der Doku weiter, was genau passierte.
Wie können Städte Ressourcen besser nutzen, Abfall vermeiden und Kreisläufe schließen? Eine Antwort darauf ist, mit Materialinitiativen zusammenzuarbeiten. Dabei sind sie ein zentraler Baustein für die nachhaltige Nutzung von Ressourcen in Kommunen. Sie retten, lagern und verteilen Materialien, die sonst entsorgt würden, und tragen so zur Kreislaufwirtschaft bei. Das schont nicht nur Klima und Umwelt, sondern stärkt zugleich Kultur, Kreativität und lokale Wirtschaft.
Die neue Veröffentlichung „Gemeinsam Kreislaufen“ zeigt, wie Kommunen gemeinsam mit Initiativen diesen Weg gehen können. Eine Roadmap beschreibt in vier Phasen, wie aus ersten Ideen konkrete Strukturen entstehen.
PARTIZIPATIVE PHASE NULL – In dieser Anfangsphase werden lokale Akteure eingebunden und Netzwerke gebildet. Eine Bestandsanalyse zeigt auf, welche Ressourcen bereits vorhanden sind und welche Bedarfe bestehen. Durch öffentliche Veranstaltungen und die Einbindung von Kooperationspartnern werden die Grundlagen für die weitere Entwicklung gelegt.
TESTEN STATT PLANEN – Hier werden die Konzepte praktisch erprobt. Operative Details wie Raumplanung, Betriebsform und Logistik werden getestet und optimiert. Diese Phase ermöglicht es, Erfahrungen zu sammeln, Prototypen zu entwickeln und das Netzwerk zu erweitern.
VERSTETIGUNG – Ziel dieser Phase ist die langfristige Etablierung der Initiative. Es werden dauerhafte organisatorische und finanzielle Strukturen geschaffen, geeignete Räume gesichert und die Initiative in kommunale Strategien eingebunden. Durch eine Diversifizierung der Einnahmequellen wird die finanzielle Stabilität gewährleistet.
VISION ZENTRALES MATERIALDEPOT – Das Zusammenspiel aller Phasen zeigt einen erweiterten Perspektivwechsel. Von der Formulierung konkreter politischer Forderungen hin zur Entwicklung einer inspirierenden städtischen Utopie. Es transformiert den Umgang mit Ressourcen, indem es Kreisläufe sichtbar macht und praktisch verankert.
Praxisbeispiele aus ganz Deutschland machen deutlich, wie es funktionieren kann. Entwickelt wurde die Handreichung im Ko-Forschungsprojekt mit dem Netzwerk Initiativen für Materialkreisläufe (IfM) und weiteren Expert:innen aus Verwaltung, Stiftungen und kommunalen Betrieben. Sie soll daher als Ressource für Initiativen, Städte und Gemeinden dienen, die ihre Bemühungen in Richtung einer nachhaltigen und koproduktiven Stadtentwicklung intensivieren möchten.
>> Die Online – Publikation „GEMEINSAM KREISLAUFEN“ sowie die einzelnen Arbeitshilfen aus dem Abschnitt “Exkurs Kultur” stehen unter der Bilderreihe zum Download bereit.
Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne per Mail: matinis(at)urbane-liga.de
Das erste Denklabor fand vom 21.-23.6.25 in der Stadtwerkstatt Berlin statt. Bei sommerlichen Temperaturen fragten sich 30 junge Stadtmacherinnen und Stadtmacher aus ganz Deutschland: Wie schaffen wir Orte der Begegnung? Und wie schaffen wir Gelegenheiten, bei denen wir außerhalb unserer Blase miteinander über die drängenden Themen unserer Zeit ins Gespräch kommen, Lösungen entwickeln und aktiv werden?
Wandel. Vor Ort. Verhandeln – das passiert auf alten Kartoffeläckern, die zu Sportplätzen umfunktioniert werden, wie bei Dynamo Windrad aus Kassel, in Toiletten, wie bei der Stiftung Toilettengang aus Weimar, oder beim gemeinsamen Gärtnern, wie bei Botanica Urbana in Hamburg.
Wir haben collagiert, gemeinsam gedacht und diskutiert. Wir wurden von der ULA, dem Alumniverein der Urbanen Liga, mit Espresso Tonic abgekühlt und unternahmen einen spontanen, selbstorganisierten Ausflug zu Architects4Future. Heraus kamen nach 1,5 Tagen intensiver Arbeit fünf Schwerpunkte, die für die nächsten eineinhalb Jahre beleuchtet werden sollen: „(Um)Nutzungskultur”, „Orte der Begegnung”, „inklusive Raumentwicklung”, „Postwachstumsgesellschaft und Selbstverwaltung” sowie „Aktivismus und Raumaneignung”. Aus diesen Schwerpunkten heraus wurden bereits erste Fragestellungen und Ideen entwickelt, wie diese beantwortet werden könnten.
Am Montag ging es anschließend mit den Ergebnissen zur Bundesbauministerin Verena Hubertz und dem Abteilungsleiter für Stadtentwicklung und Raumordnung, Dietmar Horn. Im BMWSB präsentierte die Urbane Liga ihre Themen und Projekte. Dies war eine gute Gelegenheit, um die Herausforderungen der lokalen Praxis, individuelle Perspektiven auf drängende Themen der Stadtentwicklung sowie die intensiv erarbeiteten Themen aus zwei Tagen Denklabor auf politischer Ebene zu thematisieren. Beide waren insbesondere von der Resilienz und der gemeinwohlorientierten Perspektive der Projekte des vierten Jahrgangs beeindruckt. Verena Hubertz brachte es auf den Punkt: „Das ist etwas, was wir brauchen: junges Engagement, junge Menschen, die sagen: Ich mach mit, ich mach was für meine Stadt“
Auf geht’s! Nächster Stopp: NSP in Rostock!
Fotos: Constanze Flamme
In Kürze stellen wir euch den aktuellen Jahrgang vor. Und dann geht es auch schon bald los zum ersten Denklabor. Vom 21.-22. Juni 2025 trifft sich der neue Jahrgang das erste Mal in Berlin, um gemeinsame Themen für die nächsten anderthalb Jahre zu setzen. Im Anschluss an das Denklabor stellt der Jahrgang die Ergebnisse der neuen Leitungsebene des BMWSB vor.
Erfahrt hier mehr: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/startseite/topmeldungen/urbane-liga-vierter-jahrgang.html